Palmsonntag.

A-9932 Innervillgraten 78
T: +43(0)4843/5317-0, F: +43(0)4843/5317-10, E: gemeinde@innervillgraten.at
Palmsonntag
Mit dem Palmsonntag ist der Höhepunkt der Fastenzeit, der Beginn der Karwoche, erreicht. Wird vorher hauptsächlich an die 40 Tage des Fastens Jesu in er Wüste erinnert, so folgt nun das Gedenken an die Tage des bejubelten Einzugs von Jesus in Jerusalem und seinem tiefen Sturz: vom „Hosianna“ zum „Crucifice“. Der Palmsonntag steht hier für den Jubel und die Hochrufe, das Hosianna, ohne dass das nächste Geschehen ausgeblendet würde, das viel mehr schon in der Palmsonntagsbotschaft enthalten ist.

In Innervillgraten hat sich bis heut die Palmprozession erhalten, deren Sinn es war, dass die Bevölkerung ihre Nachfolge Christi unter Beweis stellt. In Erinnerung an den Einzug des Herrn auf einem Esel, was als bewusste Selbsterniedrigung gemeint war.

Auch der Brauch der Palmweihe, wobei man den geweihten Palmkätzchen zutraute, Kraft gegen zahlreiche unheilvolle Ereignisse zu entwickeln. Besonders sollten sie die Menschen vor gefährlichem Wetter schützen; daher war bei Unwetter ein Palmkätzchen zu schlucken. Manchmal geschah das bereits am Palmsonntag. Kam der Vater mit dem geweihten Palmbesen am Palmsonntag heim, dann wurde jedem Kind von der Mutter befohlen, ein geweihtes Palmkätzchen zu schlucken, damit der Blitz die Kinder im Sommer verschone. So berichtet es der Priester Johann Bergmann, der vier Jahrzehnte in Kalkstein in Innervillgraten wirkte, in seinen Aufzeichnungen aus der Zeit um 1935, wobei er hinzufügt: „Auch ich habe diese Medizin genommen, und das Palmkätzchen ist mir acht Tage lang im Hals stecken geblieben“.
 
valid xhtml. css. wai.