Naturdenkmal Sinkersee.

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Naturdenkmal Sinkersee
Naturdenkmal "Sinkersee"

Bild: SinkerseeDas Areal des Sinkerseabl im Arntal gehört zur Heimweide von Bauern am Eggeberg und am Unteren Lahnberg. Das sind alte Rechte, seit die Höfe bestehen. Die Behörde verlangte bei der Erklärung zum Naturdenkmal, das Areal um ’s Sinkerseabl einzuzäunen. Das führte zur Idee von Oswald Fürhapter, verschiedene alte Holzzäune herzuzeigen und zu erklären. Alois Gietl vulgo Mesna stellte sie nach alter Übung auf.

 

Die Zäune um ’s Sinkerseabl (im Uhrzeigersinn):

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Schwartenzaun: Schwarte (Schwartling) ist das erste oder letzte vom Stamm gesägte Brett mit Rinde. Diese rindigen Außenbretter waren wenig wert, aber gegen Verwitterung beständig. Auf den senkrecht gestellten, oben zugespitzen Brettern rinnt der Regen „schön“ ab. Der Nachteil: Sie müssen genagelt werden. Früher waren handgeschmiedete Eisennägel sehr teuer.

Stangenzaun („Ranggenzaun“): Waagrechte Holzstangen werden von schräg in den Boden geschlagenen Ästen, Stecken oder Spelten kreuzweise verschränkt gehalten. Er ist ein leicht ohne Eisennägel herzustellender Zaun, der im Herbst schnell abgelegt werden kann - in Bereichen, wo regelmäßig Lawinen abgehen oder starker Schneedruck zu erwarten ist.

Stangenzaun: Waagrechte Holzstangen sind mit Weidenringen zusammengehalten. Sie liegen zwischen senkrechten Säulen, die mit Holznägeln verbunden sind. Der geflochtene Zaunring von Weiden wurden auch aus Birkenzweigen oder dünnen Fichtenästen gedreht. Diese geflochtenen Ringe sind bereits im bayerischen Volksrecht des 8. Jh. beschrieben. Der aufwendige Zaun erfordert sorgfältige Arbeit.

Schrankzaun: Er ist der am häufigsten aufgestellte Zaun. Zwischen eigenem Feld und Wald ist er der billigste, weil das Material ja nichts kostet - es ist leicht herzunehmen. Der Bauer braucht keine Nägel und keinen Bohrer. Nur ein Beil ist notwendig, zum Zurichten von dicken Ästen, Stecken und Spelten und zum Schlagen in den Boden. So wie der „Ranggenzaun“ ist er schnell abzulegen. Das „Verschränken“ braucht wenig Sorgfalt, geht schnell von der Hand, ist aber eine sichere und dichte Absperrung.

„Lucken“-Zaun: Die waagrechten Stangen können aus den Löchern der Säulen beliebig herausgenommen und wieder hineingesteckt werden, um z. B. Weidevieh durch die Öffnung zu treiben. Diese Löcher wurden aufwendig mit dem Bohrer verfertigt, der auch für die Säulen der „Herpfen“ verwendet wurde, für die Holzgerüste zum Trocknen von Getreide und Feldfrüchten (z. B. Bohnen), wie sie im Villgraten vielfach noch vorhanden sind.
 
 
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