Heiliger Abend.

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Heiliger Abend
Dieser Tag ist in der katholischen Kirche als Geburtstag des Herrn gefeiert, zeichnet sich seit alters her durch geschäftiges Treiben, Stille und Vorfreude aus. Die Kinder warten gespannt auf den Abend und schreiben in letzten Versuchen ihre Wünsche auf ein Blatt Papier, das sie eigentlich schon am Vortag auf das Fensterbrett hätten legen sollen. Doch wenn sei Glück haben, findet das „Christkind“ den Zettel noch und erfüllt die Wünsche der Kinder.

Am Nachmittag besuchen die Kinder dann meistens die Kindermette. Zum einen, weil sie an diesem Hochtag im Kirchenjahr die Messe feiern und zum anderen, damit die Erwachsenen den Baum schmücken und die Geschenke unter dem Baum verstauen können.

Bild: Krippe

Nach Einbruch der Dunkelheit wird „geräuchert“, um böse Geister zu vertreiben. Dieser Durft verleiht, gepaart mit dem Geruch gebackener Kekse, Weihnachten ebenfalls seine Einzigartigkeit. Genauso wie die Äpfel, die in einem Bratrohr schmoren, ehe sie dann verzehrt werden.
Am Abend trifft sich die ganze Familie unter dem mit Lametta und Glaskugeln geschmückten Christbaum. Dort wird dann gesungen, gebetet, gespeist und musiziert, oder Geschichten werden erzählt. Mehrere Generationen der Familie versammeln sich am Tisch, und speziell für die älteren Familienmitglieder bedeutet dies das eigentliche Weihnachtsfest.
Schließlich gehen seit alters her die Menschen in der Heiligen Nacht in die Christmette, die besonders feierlich gestaltet ist. Zu dieser Messe komponierten und schrieben im Jahr 1818, erschüttert von der bitteren Not ihrer Mitmenschen und bewegt von der Schönheit des Festes, der Lehrer Franz Gruber und der Landpfarrer Josef Mohr das wohl bekannteste Weihnachtslied: „Stille Nach, Heilige Nacht“.
 
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