Allerheiligen, Allerseelen.

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Allerheiligen, Allerseelen
Das ausklingende Kirchenjahr gedenkt der Verstorbenen und des Sterbens der noch Lebenden im gleichen Maße. Obwohl der Allerheiligentag heute der eigentliche große Totengedenktag ist, hatte er diese Bedeutung nicht immer inne. Früher war er mehr ein Erinnerungstag für die Märtyrer, während man eher den Allerseelentag als Trauertag für die eigenen Verstorbenen beging. Der Termin des 1. November für dieses „Sammelfest“ vieler Heiliger und Verstorbener entstand im 8. und 9. Jahrhundert in Irland und wurde von irisch-schottischen Mönchen auf dem europäischen Kontinent verbreitet. Der 1. November markierte u der Zeit den Winterbeginn, jene Zeit als, in der alljährlich die Natur stirbt.

Zu Allerheiligen trifft man sich in Innervillgraten, um morgens die Messe zu feiern und nachmittags zu den festlich geschmückten Gräbern zu gehen, auf denen man eine Kerze anzündet. Dazu finden sich auch weit entfernt lebende Familienmitglieder und verwandte ein. Selbst unter jüngeren Menschen, di sonst das Jahr über kaum auf den Friedhof gehen, ist eine starke Beteiligung festzustellen. Die Verstorbenen des Jahres werden vom Pfarrer in der Kirche aufgerufen, und beim feierlichen Rundgang des Pfarrers mit Segnung der Gräber sind die Friedhöfe äußerst stark besucht.

Zu Allerseelen findet ebenfalls eine Messe statt. Die „armen Seelen“ im Fegefeuer können laut altem Volksglauben an diesem Tag für kurze Zeit aus dem quälenden Fegefeuer zur Erde emporsteigen, um sich dort von ihrem langen Leiden zu erholen.
 
 
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