Bergwacht
Bild: Bergwacht VillgratenBergwacht Villgratental - Einsatzstelle Villgratental
Die Einsatzstelle Villgratental der Tiroler Bergwacht existiert seit 1976 und umfasst derzeit 24 Mitglieder. Mit einem Durchschnittsalter von 40 Jahren zählen wir zu den jüngsten Einsatzstellen des Landes.

 

Unsere Arbeitsschwerpunkte verteilen sich auf folgende drei Bereiche:
1. Natur- und Umweltschutz
2. Rettungsdienste:
3. Nur was der Mensch kennt schützt er.


Geschichte unserer Fahne

Am 3. März 2006 beschloss unsere Einsatzstelle, eine eigene Fahnenabordnung aufzustellen. Man kam damals grundsätzlich überein, am Avers das Zeichen der Bergwacht und am Revers den Heiligen Bernhard von Aosta abzubilden. Da es von diesem aber keine geeigneten Darstellungen gab, wurde der Brixner Künstler Alexander Lunger gebeten, einen passenden Entwurf anzufertigen.
Die Fahne wurde vom Karmelitinnenkloster Himmelau (St. Michael/Kärnten) in Zusammenarbeit mit der Fa. Fahnen Mußbacher (Graz) in reiner Handstickerei auf grünem Samt ausgeführt. Die Fahnenbänder stellte die Fa. Fahnen Gärtner in Mittersill her.
Am 9. September 2007 wurde die Fahne von Hw. Pater Jakob Gödel im Rahmen einer Feldmesse auf der Mooshofalm (Außervillgraten) geweiht und von der Fahnenpatin Karmen Walder an die Einsatzstelle übergeben.



Bild: Fahne Bergwacht Villgraten



Symbolik

Avers: Das Zeichen der Tiroler Bergwacht, das Landeswappen im Seilkranz, umrahmt von Eichenlaub. Das Eichenlaub ist ein Symbol der Treue und zeigt das besondere Treueverhältnis, in dem die Mitglieder der Bergwacht zum Land Tirol stehen.

Der Revers zeigt den Hl. Bernhard von Aosta umrahmt von Zwergseifenkraut (/Saponaria pumila/).
Der Heilige Bernhard, der das berühmte Hospiz auf der Passhöhe des großen St. Berhard gegündet hat, wurde 1923 von Papst Pius XI zum Patron der Bergsteiger, Skifahrer und Alpenbewohner erklärt. Er wurde um 925 in Menton als Sohn einer vornehmen Familie geboren, studierte in Paris Philosophie und Rechtskunde, entschied sich dann für den geistlichen Stand und wurde Archidiakon des Bischofs von Aosta. Er widmete sich der Mission der Bergbewohner und gründete 962 zum Schutz von Reisenden und Pilgern auf dem gefährlichen Alpenübergang Mont Joux ein Augustiner Chorherrenstift, das später für den Einsatz von Hunden zur Suche von Verletzten, Verirrten und Verschütteten berühmt wurde. Pass und Hunde tragen heute seinen Namen. Auch das Hospiz am kleinen St. Bernhard geht möglicherweise auf den Hl. Bernhard zurück. Er starb am 15. Juni 1008.
Er ist für die Bergwacht aus zwei Gründen ein geeigneter Fürsprecher: Sein Einsatz für Verletzte und Verirrte im Gebirge entspricht unseren Aufgaben im Rettungsdienst, sein Predigen vor den Alpenbewohnern hat manche Ähnlichkeit mit unserer Tätigkeit im Natur- und Umweltschutz.
Das Zwergseifenkraut ist eine charakteristische Polsterpflanze der Villgrater Berge. Ihr Verbreitungsgebiet ist relativ klein, es erstreckt sich von Südtirol bis in die Niederen Tauern.

Abgerundet wird unsere Tätigkeit durch Aus- und Weiterbildungen, Kameradschaftspflege, das Almfest und vieles mehr. Aktuelle Informationen über unsere Tätigkeiten findet man auf unserer Homepage, außerdem ist unser Journaldienst unter der Nummer 04843-5607 rund um die Uhr telefonisch erreichbar.